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Februarbericht von Konrad Reichel  

Lieber Leser,

ich habe davon – wie eigentlich angekündigt - Abstand genommen, noch eine theoretische Erörterung zu den ganzen positiven Effekten eines FSJs im Ausland zu schreiben. Lieber möchte ich hier durch Berichte aus verschiedenen Projekten und über das konkrete Schaffen der Freiwilligen und des ganzen Herzenprojekts überzeugen.

Munaychay. 22.2.2018. Im letzten Monat veranstalteten die Freiwilligen für die Kinder in Munaychay Ferienprogramm.

Die Ferien der Munaychaykinder setzten je nach Schule, auf die sie gehen (Grundschule oder verschiedene weiterführende Schulen), zu unterschiedlichen Tagen um Silvester ein. Bis zu dem Beginn der Ferienspiele hatten daher vor allem die Kinder der „Primaria“ (dt. Grundschule) Zeit nur für sich und zur freien Verfügung, wenn sie nicht gerade in ihrem Haus helfen mussten. Ab Mitte Januar begannen dann die Ferienaktivitäten, die von den Freiwilligen geplant worden waren. Die erste Woche war die Sportwoche: Zu Beginn der Woche konnten die Kinder zwischen den drei Angeboten Fußball, Volleyball und Tanzen wählen, welchen Sport sie gerne jeden Vormittag der Woche für drei Stunden machen oder erlernen wollten. Beim Fußball wurde vor allem trainiert, gespielt und sich ausgetobt, im Volleyballkurs trainierten die Kinder Technik und fochten erste Turniere aus, die Tänzer lernten, wie man sich auf das Tanzen vorbereitet und erarbeiteten selber eine eigene Choreographie. Der Höhepunkt der Woche war der Besuch eines Salsalehrers, der mit ganz Munaychay den Kindern, den Hausmüttern („Tias“), den Köchinnen, den Freiwilligen und den Psychologen einen ganzen Nachmittag lang Salsa tanzte. In der zweiten Woche konnten die Kinder zwischen dem Chorprojekt und einer Wissenschaftswoche wählen. In dieser Woche befanden sich nur noch ca. 15 Kinder in Munaychay, die restlichen drei Viertel der Kinder waren Verwandte besuchen. Da größtenteils nur noch die jüngeren Kinder in Munaychay verblieben, wandelte sich der Chor spontan in eine Musikgruppe um, in der die Kinder an Stimme, Rhythmus und Schlaginstrumente herangeführt wurden. Die vorerst als sehr theoretisch geplante Naturwissenschaftswoche richtete sich ebenfalls neu aus und es wurden Experimente gemacht, die Faszination an der Physik schürten, und darüber hinaus wurden Logikspiele und -wettkämpfe ausgetragen. Die dritte Woche war dem Thema „Zirkus“ unterstellt: Die Freiwilligen brachten den Kindern die Jonglage mit Pois bei, die sie sich selber bastelten, übten akrobatische Kunststücke ein und wagten sich sogar an die Jonglage mit Bällen. Am Ende dieser Ferienwoche gab es eine Zirkusaufführung, in der die Kinder alles Gelernte in einer Choreographie vorführten. In der vierten und letzten richtigen Ferienwoche gab es täglich ein anderes Programm, das jeweils von einem Freiwilligen angeleitet oder organisiert wurde. Der Salsalehrer kam noch einmal für einen Nachmittag, es wurde ein Judotraining angeboten, die Kinder batikten, es wurde nochmal getanzt und am letzten Tag des Ferienprogramms lernten die Kinder, sich selber eine Beschäftigung zu suchen ;)… … ein echt entspannter Tag.

Die Intention des Ferienprogrammes war zum einen, dass die Kinder mal an ganz neue Beschäftigungen herangeführt werden sollten, die einen begeistern können, die aber einfach im Schulalltag nicht präsent sind, und zum andern, dass die Kinder Spaß haben und ihre schulfreie Zeit genießen konnten.

Seit Beginn dieser Woche werden die Kinder der Primaria wieder langsam auf die Schulzeit in einem vormittaglichen Vorbereitungskurs an der neuen Grundschule, auf die sämtliche Primariakinder gewechselt sind, vorbereitet.

Liebe Grüße aus Munaychay!

Konrad Reichel



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